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WIR aus der DDR (verfügbar von 1961-1990)
"WIR aus der DDR" (verfügbar von 1961-1990)
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907/12 ** "Schwimm-EM 1962" 907/12 Paare aus...
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DDR "Pieck"-Lot ** 8 verschiedene "Pieck"-Marken
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DDR 0577/85 A und B ** Fünfjahrplan (1957/58)
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DDR 0704 A und B ** Fünfjahrplan VII (1959)
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Kurzer Abriss der DDR-Geschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das besiegte Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Während die drei westlichen Siegermächte USA, Großbritannien und Frankreich Westdeutschland verwalteten, wurde der Osten Deutschlands durch die sowjetischen Streitkräfte besetzt. Das Gebiet der Hauptstadt Groß-Berlin wurde ebenfalls unter die Viermächte-Verwaltung gestellt. Nach der Einführung der Deutschen Mark und der Verabschiedung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 in Westdeutschland, hatte sich im Westen Deutschlands die Bundesrepublik gebildet. Im Osten hingegen konstituierte sich parallel ein sogenannter „Deutscher Volksrat“, der die Verfassung einer „Deutschen Demokratischen Republik“ ausarbeitete.

Am 7. Oktober 1949 erklärte sich der 2. Deutsche Volksrat in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) zur Provisorischen Volkskammer und setzte die Verfassung der DDR in Kraft. Die Politiker der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl wurden von der Provisorischen Volkskammer und der Provisorischen Länderkammer zum Präsidenten bzw. Ministerpräsidenten der DDR gewählt. Damit waren auf deutschem Boden mit der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik zwei Staaten entstanden, die von Anfang an konträren weltpolitischen Machtblöcken angehörten.

Die DDR hatte eine Größe von 108.000 Quadratkilometern, Hauptstadt war der Ostteil der von den Alliierten besetzten, größten deutschen Stadt, Berlin. Amtssprache war deutsch und, in einigen Gebieten im Osten des Landes zwischen Cottbus und Dresden, sorbisch. Zuletzt lebten ca. 16 Millionen Einwohner auf dem Gebiet zwischen Ostsee und Erzgebirge sowie Harz und Oder. Die traditionellen Länder, wie Sachsen, Thüringen oder Mecklenburg, wurden 1952 aufgelöst und durch 14 Bezirke ersetzt. Berlin behielt einen Sonderstatus. Inmitten des DDR-Gebiets befand sich darüber hinaus mit Westberlin ein von den Westalliierten verwaltetes Gebiet.

Die Währung in der DDR war 1949 zunächst die Deutsche Mark (DM), die 1964 in Mark der Deutschen Notenbank (MDN) und 1967 in Mark der DDR (M) umbenannt wurde. Am 1. Juli 1990 kam es zur (Wieder-)Einführung der Deutschen Mark.

1989 brach die DDR aufgrund der entzogenen politischen Unterstützung durch die Sowjetunion, wirtschaftlichen Schwächen und dem Druck durch die Demonstrierenden im ganzen Land in sich zusammen. Die jahrzehntelang geschlossenen Grenzen wurden geöffnet. In den darauffolgenden Monaten erfolgte mit freien Wahlen, der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion und der Verabschiedung des Einigungsvertrags schrittweise der Prozess zur Wiedervereinigung, die am 3. Oktober 1990 vollzogen wurde.

Post und Philatelie – die Briefmarken der DDR

Bereits am 9. Oktober 1949, zwei Tage nach Staatsgründung, kam anlässlich des 75. Jahrestags der Gründung des Weltpostvereins die erste Briefmarke an die Schalter. Sie trug noch die Bezeichnung „Deutsche Post“, ein Relikt von den Markenausgaben der Sowjetischen Besatzungszone, deren Nummerierung z.B. der Michelkatalog nahtlos fortsetzt. Der neue Landesname DDR wurde erst ab dem 2. März des Folgejahres auf Briefmarken aufgedruckt, als zu den Wintersportmeisterschaften zwei Werte erschienen. Obwohl politische Themen einen außergewöhnlich großen Anteil an der Gesamtemission hatten, bewies die DDR-Post doch Vielfalt bei der Ausgabe von Briefmarken zu Themen aus Kultur, Natur oder Sport. Auch Innovationen gehören zur Postgeschichte der DDR: Ein auf Dederon-Gewebe gedruckter Block (Block 18, 1963) und der zum damaligen Zeitpunkt größte Block der Welt, der anlässlich des 15. Republikgeburtstags 1964 die Weltphilatelie überraschte (Block 19).

In den nahezu 41 Jahren seines Bestehens kam es in der DDR zur Herausgabe von 3124 Briefmarken – ohne Dienstmarken und Einschreibezetteln. Dienstmarken, markenähnliche Belege des zentralen Kurierdienstes (ZKD), verschiedene Spendenmarken, die zur Frankatur verwendet werden durften sowie Einschreib- und Paketgebührenmarken gehören zur enormen Vielfalt an philatelistischen Besonderheiten. Ein besonderes Spezifikum bilden Münzbriefe mit aufgeklebten und gestempelten Briefmarken. Die Belege mit integrierten 5- und 10-Mark-Münzen erhielten zusätzlich Tages- und Ankunftsstempel. Zu den attraktivsten Ausgaben gehören Kleinbogen und Zusammendruckbogen. Die aus mehreren Bogen bestehende Serie zum Thema „Märchen“ erfreut sich einer anhaltend großen Beliebtheit. Die von renommierten Künstlern kreierten Kleinbogen überzeugen auch dank ihrer hübschen Randgestaltung. Am 2. Oktober 1990 verabschiedete sich das Postgebiet DDR mit vier Briefmarken zum Kongress der Internationalen Astronautischen Föderation (IAF) in Dresden und zwei Briefmarken zum 100. Todestag des deutschen Kaufmanns und Archäologen Heinrich Schliemann. Beide Ausgaben trugen die Bezeichnung „Deutsche Post“ und schlossen damit die Klammer zu den DDR-Emissionen aus der Frühzeit.

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